Margareten gegen Rechts

Margareten gegen Rechts - BürgerInneninitiative gegen das identitäre Zentrum in Wien Margareten

BürgerInneninitiative gegen das „identitäre“ Zentrum in Wien Margareten


Wir müssen reden!

Wie vor kurzem öffentlich wurde, sind bereits 2017 Funktionäre der rechtsextremen und gewaltbereiten „Identitären Bewegung“ (auch bekannt unter ihrem neuen Label „die Österreicher – DO5“) in einen Keller in unserem Bezirk eingezogen und haben diesen renoviert und umgebaut.

Die rechtsextremen „Identitären“ sind eine vermeintlich hippe, junge Bewegung von vorgeblicher Patrioten, deren Vergangenheit im Neonazi-Milieu liegt und die in der Gegenwart u.a. von dem Rechtsterroristen und 50-fachen Mörder vom ChristchurchTerroranschlag (2019) unterstützt wurden, und deren Inhalte sich auch im Manifest des rechtsextremen Mörders der Attentate aus Hanau (2019) finden lassen.

Margareten ist ein offener, ein vielfältiger und friedlicher Bezirk, der auf ein gutes Miteinander Wert legt!

Orte wie der Keller in der Ramperstorffergasse 31 dienen Rechtsextremen unter anderem für Veranstaltungen und zum Anwerben neuer Mitglieder. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass darüber hinaus auch Kampfsportschulungen angeboten werden.
Inzwischen dient der Keller in Margareten zumindest als Ort der Vernetzung und Planung für Rechtsextreme und deren Aktionen sowie als Materiallager.

Die Gefahr von Übergriffen auf diejenigen, die nicht ins rassistische, sexistische, antisemitische und homophobe Weltbild der „Identitären Bewegung“ passen steigt dadurch auf jeden Fall. 

Wir, „Margareten gegen Rechts“, freuen unsüber die Einladung zur moneyfesta 2021 wo wir am

20.08.2021 um 20:00

im Einsiedlerpark in 1050 Wien, einen

aktuellen Infoinput geben.

Im Rahmen der Veranstaltung gibt es Infos zu der Gruppe der rechtsextremen „Identitären“ sowie deren neue Label und Projekte, sowie zu den aktuellen Entwicklungen in Margareten.

Was tun?!

Wir wollen gemeinsam Ideen sammeln, was wir als BewohnerInnen des Bezirks haben was wir gegen dieses Zentrum unternehmen können.

Kontakt & Infos

margaretengegenrechts@riseup.net

https://www.moneyfesta.com/


Offener Brief

Wie vor kurzem öffentlich bekannt wurde, sind bereits 2017 Funktionäre der als rechtsextrem und gewaltbereit bekannten “Identitären Bewegung” (auch bekannt unter ihrem neuen Label “die Österreicher DO5”) in einen Keller in unserem Bezirk eingezogen und renovieren diesen aktuell.

Die “Identitären” sind eine vermeintlich hippe, junge Bewegung von vorgeblichen Patrioten, deren Vergangenheit im Neonazi-Milieu liegt und die in der Gegenwart u.a. von dem Rechtsterroristen und 50-fachen Mörder von Christchurch unterstützt wurden, und deren Inhalte sich auch im Manifest des rechtsextremen Mörders von Hanau finden lassen.

Margareten ist ein offener, ein vielfältiger und friedlicher Bezirk, der auf ein gutes Miteinander Wert legt. Was heißt die Präsenz der “Identitären Bewegung” für unser Grätzl? Orte wie der Keller in der Ramperstorffergasse 31 dienen den Rechtsextremen als Vernetzungsraum und werden für Veranstaltungen, zum Zwecke z.B. dem Anwerben neuer Mitglieder genutzt. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass darüber hinaus auch Kampfsportschulungen angeboten werden. Sollte dieses Zentrum eröffnet werden, befürchten wir Übergriffe auf all jene, die nicht ins rassistische, sexistische und homophobe Weltbild der “Identitären Bewegung” passen.

Im Rahmen der Veranstaltung werden Informationen über die Gruppe “Identitäre” und zu einem erfolgreichen Bündnis gegen ein “Identitäres Zentrum” in Halle bereitgestellt. Vor allem aber wollen wir darüber sprechen, wie wir ein “Identitäres Zentrum” in Margareten verhindern können. Wir, das Bündnis »Margareten gegen Rechts« wollen gemeinsam Möglichkeiten besprechen, die wir als BewohnerInnen des Bezirks, als MargaretenerInnen, als WienerInnen haben, um ein solches Zentrum zu verhindern.


Vortrag: Zur Ideologie und Rezeption der rechtsextremen „Identitären“


Vortrag als Audio


Chronologie „identitärer“ Gewalt

Das die Identitäre Bewegung“, aus deren Kreisen „die Österreicher“ entstehen sollen, keineswegs so friedlich und gewaltfrei sind, wie sie sich versuchen zu präsentieren, beweist die folgende Auflistung. (Klick auf das jeweilige Bild für Hintergrundinformationen)


7. März 2020, Wien

Eine Gruppe „Identitärer“ aka „die Österreicher“, angeführt von deren Leitern Martin Sellner und Jakob Gunacker, greift – unter den Augen der Polizei – am Karlsplatz in Wien einen Stand von Jugendlichen der „Sozialistischen Jugend Wien“, zum internationalen Frauentag an. (Zur Presseaussendung der SJ Wien) Sie setzen dabei Pefferspray und tätliche Gewalt gegen die Kundgebungsteilnehmer_innen ein. Besonders gewalttätig trat dabei Christian Charous, der Besitzer des Kellers in Margareten und den „Identitären“ Räumlichkeiten im 15. Bezirk, in Erscheinung. Laut Medienberichten prügelte dieser auf Teilnehmer_innen ein, Fotos beweisen das er sogar mit einem Klappmesser bewaffnet war.


23. März 2019, Wien

Die Polizei durchsucht die Wohnung von Martin Sellner im Zusammenhang mit dem Attentat von Christchurch, bei dem in einer Moschee 50 Menschen erschossen wurden. Der Attentäter hatte sich nicht nur direkt auf die „identitäre“ Verschwörungstheorie vom „Großen Austausch“ der europäischen Bevölkerung durch (muslimische) Einwanderer bezogen, sondern Sellner auch einen vierstelligen Geldbetrag für dessen rechtsextreme Aktivitäten gespendet. Sellner hatte zudem per Mail Kontakt mit dem Attentäter und kündigte an, ihn in Wien auf ein Bier einzuladen.


12. Juni 2017, Universität Halle (Saale)

Mehrere Mitglieder der deutschen „Identitären Bewegung“ umstellen Studierende, bedrohen sie verbal und filmen sich dabei. Die Polizei muss gerufen werden. Die Beamt_innen stellten bei den „Identitären“ Sandquarzhandschuhe, Pfefferspray und ein Einhandmesser sicher.


29. April 2017, Hessen

Ein Fotograf wird am Rande einer Veranstaltung der „Jungen Alternative“, einer Vorfeldorganisation der rechtsextremen „Alternative für Deutschland“, von Rechten tätlich angegriffen. Unter den Angreifern befindet sich der deutsche rechtsextreme Burschenschafter, „Verleger“ Philip Stein, der den „Identitären“ nahe steht.


3. Februar 2017, Wien

Am Abend des von der FPÖ veranstalteten und umstrittenen „Wiener Akademikerballs“ schießt Martin Sellner, der „Chef“ der rechtsextremen „IB“, mit einer Pfefferspraypistole um sich. Das ganze spielte sich in der U2-Station Schottentor ab, gleichzeitig der Treffpunkt der Demonstration gegen den Ball. Sellner wurde daraufhin mit einem Waffenverbot belegt. 


Februar 2017, Lübeck

Ein Antifaschist wird von einem Mitglied des deutschen Ablegers der „Identitären“ mit einem Klappmesser niedergestochen. Die betroffene Person muss wegen mehrerer Stichverletzungen am Kopf im Krankenhaus behandelt werden.


9. Juni 2016, Universität Klagenfurt

Eine antirassistische Vorlesung vor 70 Studierenden wird durch verkleidete Männer gestört. (Einige von ihnen tragen Burka, ein junger Mann eine Art mittelalterlichen Pranger.)Die „Identitäre Bewegung“ soll sich später dazu bekennen.Unter lauten skandieren von Parolen via Megaphon entrollen sie ein Transparent mit der Aufschrift „Integration ist eine Lüge“. Oliver Vitouch, der Direktor der Universität, wird von einem der rechten Aktivisten in die Magengegend geschlagen. 2019 wird der Täter vom Landesgericht Graz zu 6 Monaten bedingter Haft wegen schwerer Körperverletzung verurteilt. 


Februar – April 2016, Online/Graz

Die anonyme Seite „Linke Weiber ausknocken“ taucht auf Facebook auf. „Identitäre“ benutzen diesen Slogan von da an, um ihren Hass auf Frauen die sie dem linken Spektrum zuordnen, Ausdruck zu verleihen. Führende Kader der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ (u.a. Martin Sellner, Patrick Lenart, Luca Kerbl) kündigen im Sommer 2016 an ein Frauenhaus in Graz „zu besuchen“.


14. April 2016, Audimax Wien

Geflüchtete Personen, allseits Laienschauspieler_innen, führen Elfriede Jelineks „Schutzbefohlene“ vor ca. 700 Zuschauer_innen im Wiener Audimax auf. Ein Mob „Identitärer“ stürmt währenddessen die Bühne, es wird ein Transparent mit der Aufschrift „Heuchler“ entrollt und Kunstblut verspritzt.


17. Jänner 2016, Graz

Einige Antifaschist_innen werden von Personen der „Identitären Bewegung“ am Heimweg überrascht und angegriffen. Die Männer waren teilweise mit Gürtelschnallen und Teleskopschlagstöcken (in Österreich teilweise verboten) bewaffnet.


15. November 2015, Spielfeld

Die „Identitären“ marschieren gegen Geflüchtete auf. Mehrere hundert Menschen stellten sich dem entgegen. Die Rechtsextremen greifen zusammen mit Vorarlberger Neonazis eine friedliche Blockade von Personen an, die sich dem entgegengestellt hatte. Sie durchbrechen diese gewaltsam. Mehrere Teilnehmer_innen der antifaschistischen Gegendemonstration werden verletzt.


06. Juni 2015, Praterstern Wien

Nach einer durch antifaschistische Interventionen missglückten Demonstration der „Identitären“ werden Demonstrierende von den Rechtsextremen angegriffen. Eine Person muss wegen Tritten gegen den Kopf im Krankenhaus behandelt werden.


Material


Presse- und Medienberichte


Kontakt

margaretengegenrechts@riseup.net

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